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WhatsApp & seine AGB: Der Messenger ist weiterhin sicher!

WhatsApp (Bild: Freepik)

Aktuell verbreiten sich viele Halbwahrheiten über WhatsApp und die Nutzungsbedingungen. Deshalb gibt’s keinen Grund zur Panik.

WhatsApp liest keine Nachrichten mit

Fangen wir mit der guten Botschaft an: WhatsApp ist ein sicherer Messenger! Weder Facebook noch andere Unternehmen können deine Text- und Sprachnachrichten sehen. Das, was du deinen Freunden, Bekannten oder Kunden schreibst, bleibt unter euch. Denn WhatsApp setzt auf eine sehr gute Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Und die Daten von deutschen und europäischen Nutzern, die WhatsApp bzw. der Mutterkonzern Facebook erheben, werden nicht für Werbezwecke genutzt oder an Dritte weiterverkauft. Das ist der aktuelle Stand der Dinge.

Facebook will an die Daten von WhatsApp

Machen wir nun einen kurzen Blick zurück: Anfang Januar 2021 sorgte WhatsApp für Wirbel. Der Auslöser war ein Pop-up, das in dem Messenger erschien. Damit wurden die User informiert, dass sie bis zum 8. Februar den neuen AGB zustimmen müssen – ansonsten könnten sie WhatsApp danach nicht mehr weiter nutzen.

In den Nutzungsbedingungen steht unter anderem, dass WhatsApp in Zukunft alle Daten mit Facebook teilen werde. Neu ist das nicht: Der Datenaustausch besteht außerhalb der EU bereits seit 2016. Mit den erhobenen Daten könne Facebook seine Dienste verbessern, individualisieren und vermarkten, so das Unternehmen.

Doch: Entgegen vieler Interpretationen und Medienberichte solle es weiterhin keinen Datenaustausch zwischen WhatsApp und Facebook innerhalb der Europäischen Union geben. Ein Pressesprecher sagte zum SPIEGEL: “Es ist weiterhin der Fall, dass WhatsApp keine WhatsApp-Nutzerdaten aus der europäischen Region mit Facebook teilt, damit Facebook diese Daten zur Verbesserung seiner Produkte oder von Anzeigen nutzen kann.”

Die kommenden WhatsApp-Nutzungsbedingungen und ihre Folgen

Es herrscht nun Verwirrung. Millionen WhatsApp-User sind gerade auf der Suche nach Alternativen. Sie wechseln in großen Scharen zu Telegram, Threema und Signal.

Die Reaktion von Facebook: “Wir haben von zahlreichen Leuten gehört, dass unsere letzten Aktualisierungen viel Verwirrung hervorgerufen haben”, heißt es in einem Beitrag des WhatsApp-Blogs. Weiter gab das Unternehmen bekannt, am 8. Februar keine Accounts zu sperren oder zu löschen. Zudem werde die Zustimmungsfrist bis zum 15. Mai verlängert.

Ein weiterer Task, der auf der To-Do-Liste von Facebook steht: Die Aufklärung von Falschmeldungen und falschen Annahmen. So beteuert die Company von Mark Zuckerberg – unter anderem in diesem Blogbeitrag -, dass WhatsApp weiterhin sicher bleiben werde. Die Übertragung der Nachrichten bleibe Ende-zu-Ende verschlüsselt, so dass Facebook den Inhalt der Messages oder der Telefonate nicht mitlesen könne.

Auch gäbe es weiterhin keine Übertragung der Standort- oder der Protokoll-Daten, erklärt zum Beispiel dieses offizielle Schaubild:

Schaubild - WhatsApp Sicherheit (Bild: Facebook)Was heißt das für Unternehmer und Unternehmen?

WhatsApp ist zwar sicher, doch ein Haken bleibt vorerst bestehen: Die Standard-Fassung von WhatsApp, die weltweit über eine Milliarde Menschen privat nutzen, gilt aktuell als nicht DSGVO-konform. Setze auf keinen Fall die Standard-Fassung des Messenger geschäftlich ein, ansonsten begibst du dich auf dünnes Eis!

Aber: Das heißt aber nicht, dass du für dein Unternehmen ganz auf WhatsApp verzichten musst! Facebook hat auch eine Datenschutz-konforme Variante in petto – die WhatsApp Business API. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Messenger-Schnittschnelle für Unternehmen.

Ausgewählte Software-Partner bieten die WhatsApp Business API an. Sie ist unter anderem in Chatwerk integriert, wo sie zu 100 % auf deutschen Servern gehostet wird. Damit kannst du DSGVO-konform und sicher mit deinen Kunden über WhatsApp kommunizieren. Und das ist auch gut so. Denn sind wir mal ehrlich: Trotz des ganzen Trubels wird WhatsApp wahrscheinlich der meistgenutzte Messenger in der westlichen Welt bleiben.

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