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WhatsApp vs. Telegram: Welcher Messenger ist besser?

WhatsApp vs Telegram Vergleich (Bild: Freepik)

WhatsApp und Telegram haben viele Gemeinsamkeiten. Doch bei genauerer Betrachtung gibt es ein paar markante Unterschiede. Das sind sie.

Vergleich: Telegram gegen WhatsApp – wer schneidet besser ab?

WhatsApp hat weltweit über zwei Milliarden Nutzer. Damit ist der Messenger weit vor seinen Wettbewerbern. Doch diese holen teilweise rasant auf. Ein heißer Wettstreiter ist Telegram, der im Januar 2021 die Grenze von 500 Millionen aktiven Usern durchbrochen hat.

Telegram gilt aktuell als einer der beliebtesten WhatsApp-Alternativen, immer mehr Unternehmen wie auch Privatpersonen installieren sich den Messenger. Und dann … tritt oft etwas Ernüchterung ein.

Telegram sieht auf den ersten und zweiten Blick wie WhatsApp aus und bedient sich auch genau so. Der Platzhirsch und sein Mitbewerber haben also einige Gemeinsamkeiten. Wenn du dich genauer mit Telegram beschäftigst, merkst du, dass es ein paar deutliche Unterschiede zu WhatsApp gibt.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Telegram und WhatsApp

Das sind die größten Unterscheidungsmerkmale zwischen Telegram und WhatsApp – und zugleich auch die größten Stärken und Schwächen der beiden Messenger.

Telegram: die Vorteile

  • Der größte Unterschied zu WhatsApp ist derzeit die Kanal-Funktion. Die lässt sich mit einem öffentlich einsehbaren Newsletter vergleichen. Jeder kann einem Kanal folgen, doch nur der Administrator darf Nachrichten publizieren. Kommentare sind nicht möglich.

  • Wie bei WhatsApp gibt es auch bei Telegram Gruppen, bei denen alle etwas schreiben dürfen. Die Telegram-Gruppen können bis zu 200.000 Mitglieder haben, bei WhatsApp sind lediglich 256 möglich.

  • Ein weiterer starker Pluspunkt: die recht einfache Chatbot-Integration. Für Telegram gibt es Tausende Chatbots, die simple wie auch komplizierte Aufgaben erfüllen.

  • Du kannst jede Art von Datei per Telegram versenden (zum Beispiel Zip-Dateien), nicht nur Bilder und Videos.

  • Teilweise lassen sich Chats und Chatinhalte (beispielsweise Bilder) mit einem Selbstzerstörungs-Timer versehen.

  • Über die “Leute in der Nähe”-Funktion findest du neue Kontakte im näheren Umkreis.

  • Seit April 2021 ist es möglich, direkt über Telegram Produkte oder Dienstleistungen zu bezahlen. Oder dem Pizzaboten etwas Trinkgeld zukommen zu lassen.

  • Cloud-Speicherung: Bei einem Handyverlust oder dem Wechsel auf ein anderes Gerät, sind nach dem Einloggen die nicht geheimen Chatverläufe wieder verfügbar.

Die Nachteile von Telegram

  • Die Cloud-Speicherung ist zugleich auch ein Negativ-Punkt. Denn Hacker oder andere unerwünschte Personen könnten Einsicht in deinen Chat-Verlauf bekommen.

  • Die Chats sind nicht standardmäßig Ende-zu-Ende verschlüsselt.

  • Die Hintergründe von Telegram fallen etwas nebulös aus.Der Messenger wurde ursprünglich in Russland entwickelt, der Sitz des Unternehmens soll mittlerweile in Dubai und mehreren anderen Ländern sein.

Pro WhatsApp

  • Der Messenger hat eine sehr große Verbreitung und gilt als Must-Have in der Kommunikation

  • Alle Chats sind Ende-zu-Ende verschlüsselt und somit sicher. Auch Betreiber Facebook kann keine Nachrichten “mitlesen”.

  • WhatsApp lässt sich mit der WhatsApp Business API zu 100 % DSGVO-konform einsetzen.

Contra WhatsApp

  • Der Standard-Messenger erfüllt nicht die Vorgaben der DSGVO. Unternehmen sollten deshalb die Datenschutz-gerechte WhatsApp Business API nutzen.

  • Das Image ist angekratzt, unter anderem durch die teils misslungene Öffentlichkeitsarbeit von Facebook. Trotz mancher Falschmeldungen in der Presse gilt: Der Messenger bleibt weiterhin sicher.

  • Ein Account ist beim “normalen” WhatsApp fest an eine Handynummer bzw. Gerät gebunden. Ein Einsatz auf mehreren Geräten ist aber mit der WhatsApp Business API möglich.

  • Es gibt keinen Newsstream à la Telegram. Und die Gruppengröße fällt deutlich kleiner aus.

WhatsApp gegen Telegram: Wer ist besser?

Wenn du rein auf die Feature-Liste schaust, liegt Telegram vorne. Der Messenger bietet mit der Kanal-Funktion, der Chatbot-Integration und den Bezahlmöglichkeiten ein paar starke Pluspunkte gegenüber WhatsApp.

Dagegen fährt WhatsApp mit einem derzeit unschlagbaren Vorteil auf: seine gigantische Verbreitung. Zwei Milliarden User, davon rund 60 Millionen in Deutschland – das ist eine Hausnummer. Wer den Messenger nicht im Einsatz hat, begibt sich privat wie auch geschäftlich ins Abseits.

Was du auch nie vergessen solltest: Die Entwickler von WhatsApp veröffentlichen regelmäßig Updates. Dadurch schrumpfen manche vermeintlichen Funktionsvorteile schnell dahin. Zudem hat Inhaber Facebook noch Großes vor. Dazu gehört unter anderem eine Bezahlfunktion.

Was bedeutet das für dein Business?

Du solltest nicht in einem Entweder-Oder-Schema denken. Telegram und WhatsApp besitzen jeweils eine große Reichweite und viele tolle Funktionen. Nutze das, indem du im Rahmen deines Messenger Marketings oder Conversational Commerce beide Chat-Tools anbietest, um dich mit deinen Interessenten und Kunden auszutauschen.

Damit du hierzu nicht mehrere Apps parallel handhaben musst, gibt es die Inbox von Chatwerk. Die vereint unter einer Oberfläche mehrere Messenger-Kanäle. So haben du und deine Kollegen alle Chats schnell und einfach im Blick.

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Bild: Freepik

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